Ambivalenzen surfen für (fortgeschrittene) Anfänger …

Ich bastele gerade an der These, dass wir innere Widersprüche insbesondere dann erleben, wenn einerseits etwas Neues im Leben dran wäre  und es gleichzeitig die Strebung  „im Alten drin zu bleiben“ gibt. Entwicklungstechnisch wird das Ganze dann noch einmal „besonders“ wenn sich das Drinbleiben auf einen Aspekt bezieht, bei dem wir in einem früheren Übergang „steckengeblieben“ sind. Vereinfacht könnte man sagen: Je früher steckengeblieben– desto größer der erlebte Widerspruch heute! Was also tun? (weiterlesen …)

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Gute Idee … nur leider kein Gefühl (mehr)

Kennen Sie das auch? Vor einigen Tagen hatte ich eine ziemlich gute Idee für einen Text. Ich konnte sie nicht gleich aufschreiben, sondern habe mir dann die Grundidee notiert. Ich kann mich noch jetzt gut daran erinnern, wie sehr mich das Thema bewegt hat. Dieses Gefühl ist noch da, aber das Gefühl zum Text leider nicht mehr. Ich sitze vor der Idee, finde sie nach wie vor gut, kann aber nichts wirklich fliessend schreiben …. stecke fest und frage mich, was soll ich tun? (weiterlesen …)

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Existenzberechtigung durch Leistung

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Als ich vor einiger Zeit zu einem Coachingprojekt in Spanien war, erlebte ich in meinem Umfeld einen sogenannten Ironman-Wettbewerb. 3,8km –Schwimmen, 180km Radfahren und 42 km –Laufen waren hintereinander zu meistern.

Natürlich gibt es ganz unterschiedliche Arten ein solches Ereignis zu betrachten, so wie es wahrscheinlich so viele Motivationen wie Teilnehmer gab … übrigens so um die vierhundert. Ich gebe zu, dass, was mich psycho-logisch „anflog“, war das Thema: Was bewegt  Menschen zu einer solchen Leistung? (weiterlesen …)

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Wo Bereitschaft zur Erfahrung, da stirbt die Angst …

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Angst für die meisten Menschen ein riesengroßes Thema ist … und diese Formulierung ist wahrscheinlich noch die Untertreibung des Tages. Warum ich darauf komme? Ich werde in den nächsten Tagen hier in Hamburg als Teilnehmer (wieder einmal) ein Seminar des amerikanischen Kampfkunstmeisters Peter Ralston genießen … (weiterlesen …)

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Ein Problem möglichst „groß“ denken …

Meinen Meinung: Viele unserer Alltagsthemen haben für uns deshalb manchmal solch große Auswirkungen, weil es uns schwerfällt, die Beziehung (die Perspektive) zum Thema flexibel zu variieren oder gar zu wechseln. Oft starren wir unsere Themen an, wie das berühmte Kaninchen die Schlange …

Die nachfolgende Anleitung soll helfen, ein Thema  einmal in ganz anderen (größeren)  Zusammenhängen zu betrachten. Das löst zwar nicht komplett das Problem … aber … unsere Flexibilität wächst und – jedenfalls nach meiner Erfahrung –  ein Thema, das ich durch unterschiedliche Brillen/ Perspektiven betrachten kann … verändert sich …

Nun die Anleitung bzw. die verschiedenen Betrachtungswinkel:

1. Transgenerational: Welche generationenübergreifende Dynamik ist in meinem Thema enthalten (oder damit gemeint)? Wie z.B. hat das die Generation vor mir betrachtet bzw. wie wird es die nach mir betrachten?

2. Welche Bewusstseinentwicklung wird durch das Thema aktuell vorangetrieben? Bei mir persönlich, in meiner Kultur/ Gesellschaft, die Menscheit kollektiv betreffend?

3. Wie Teihard de Chardin meinte: Um welche Entwicklung geht es vom Ziel her betrachtet? Auf welchen Endpunkt zielt die (Gesamt)Entwicklung, von der mein kleines Thema ein aktueller Miniteil ist?

4. Und die Prozessfrage: Welchen größtmöglichen Zusammenhang, welchen maximalen evolutionären Bezug können Sie zu ihrem persönlichen Thema herstellen. So im Sinne von: In dem für mich denkbar größten Zusammenhang geht es um das Thema …

Viel Freude beim „Großdenken“

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

 

 

 

 

 

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Ins „Jetzt“ einchecken … können.

Denkanstoss
Haben Sie das folgende Paradox schon einmal im Alltag beobachtet? Jemand möchte etwas ganz doll
haben oder ist schon ganz lange sehnsüchtig … ja und dann kommt „es“, der Wunsch wird erfüllt und
weil man so festgefahren im Haben wollen steckt, kann man es dann – im dem Moment – gar nicht mehr
wirklich (an)nehmen. So, als wäre man ganz lange hungrig, kommt dann endlich an einen reich gedeckten Tisch und  merkt … ich kann gar nichts mehr essen … und manchmal passiert es sogar, im Bewusstwerden des „Nicht-essens-könnens“, dass man weiter über seinen Hunger klagt.
Oder jemand hat sich wirklich gut und ausreichend auf eine Art Prüfung vorbereitet, will zeigen, was in ihm steckt und im besonders gut sein wollen … scheitert man.
Was passiert, was wirkt in solchen Situationen? Das ist natürlich fast immer ziemlich komplex. Was aber oft zu beobachten ist, dass zuviel Wollen, Fixiertheit auf etwas, eine Spannung schafft, die es nahezu unmöglich macht, ins jeweilige Jetzt mit seinen realisierbaren Möglichkeiten einzuchecken. Alltagssprachlich werden Begriffe wie: Danebengelegen, neben mir gestanden, am Leben vorbei usw. genutzt.

Also, ich lege Ihnen mal die Frage der Woche ans Herz. Wie könnten Sie für sich ein kultiviertes Wollen „entwickeln“, dass Ihnen einerseits eine Fokussierung auf Gewünschtes ermöglicht und Ihnen anderseits ermöglicht, im Jetzt mit seinen Möglichkeiten zu verweilen bzw. jederzeit dorthin einzuchecken? Oder poetisch formuliert: Wie können Sie so „da sein“, dass Ihnen der Moment seine (oder Ihre) Möglichkeiten offenbart …?

Mögen Sie Ihre … ja, Ihre ganz persönliche Antwort finden.

Herzlichst
Ihr
Unterschrift

 

 

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Jemanden „so“ haben wollen …

Ich blättere gerade in einem Klassiker … Erich Fromm`s Werk Haben oder Sein. Dieses Buch habe ich schon vor dreizig Jahren gelesen und es hat nichts, aber überhaupt nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Ganz im Gegenteil … Also, wenn Sie mal Grundsätzliches über die beiden Lebensweisen des Habens und des Seins und die damit verbundenen Auswirkungen lesen möchten … ja, dann lege ich Ihnen das Buch ans Herz.

Gedankensprung …

Wie oft kritisieren Sie (noch) Zustände, Situationen oder andere Menschen? Hätten es oder jemanden gern anders? Ist das ist nicht auch „Haben-wollen“ …, was meinen Sie?  Wie schreibt Fromm: Die  Existenzweise des Habens ist die Beziehung zur Welt die des Besitzergreifens und Besitzens, eine Beziehung, in der ich jedermann und alles , mich selbst eingeschlossen, zu meinem Besitz machen will.“ (Ende Zitat).

Ich möchte Sie zu einer Art Realitätscheck einladen. Prüfen Sie doch mal, wie oft und wann Sie insbesondere jemanden „anders haben“ möchten? Und falls … Sie weniger wollen wollen … dann probieren Sie doch einmal aus, was passiert, wenn Sie in solchen Momenten auf „Sein“ umschalten (so gut Sie können).

Gutes Gelingen und viele Aha-Erlebnisse …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

P.s. Ach übrigens: Das Ganze gilt natürlich auch für sich selbst bzw. den Umgang mit sich selbst. Formulierungen wie: Ich möchte gern so oder so „sein“ sind dabei ein wenig trügerisch … geht es doch oft in der Tiefe darum, etwas (nicht) haben zu wollen … bestimmte Gefühle, Fähigkeiten, Zustände usw.

 

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Inneren Frieden erhalten

Kennen Sie auch die folgende Dynamik: Etwas „triggert“ sie an, eine emotionale Reaktion wird ausgelöst, die Emotion färbt den (gerade nicht absolut wachen) Geist ein … und Sie machen sich entsprechende Gedanken, die je nach Intensität der Emotion Minuten, Stunden, Tage oder länger anhalten können …

Je länger und öfter diese Schleifen gefahren werden, desto mehr graben sie sich in ihre Hirnwindungen ein. Das meine ich ganz ernst. Priming nennt das die Neurobiologie.

Was hilft? Keine Ahnung, was Ihr Apotheker empfiehlt? Ich empfehle Ihnen das, was ich einen klaren Verstand nenne.  Dass ist ein mentales Bewusstsein, das möglichst ungetrübt reflektiert, was ist  … Ein Bewusstsein, dass immer wacher wird, eine Präsenz entwickelt, die auch wahrnimmt, wenn Emotionen es fluten wollen.  Und … mein Plädoyer zielt auf einen fundaMENTALEN Unterschied. Dieser klare Verstand geht angemessen mit Emotionen um … er nimmt sie wahr, erkennt sie an, lässt sich sogar davon bewegen … aber versinkt nicht darin – bleibt (möglichst) ungefleckt und klar.

Würde das Ihren inneren Frieden stärken? Als Startexperiment könnten Sie doch einmal eine Art Strichliste führen, wie oft am Tag ihr Verstand emotional eingefärbt wird, Sie ihren inneren Frieden – ihre klare Präsenz verlieren. Wenn Sie dann noch wesentliche Unterschiede mitbekommen, was da wie wirkt  … dann sind Sie (in Sachen inneren Friedens) einen Riesenschritt vorangekommen. Oder poetisch gesagt: Die Ruhe des Herzens und die Klarheit des Verstandes bedingen einander …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

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Verhalten, Fähigkeiten und Haltung

Worüber man (in diesem Falle ich) sich Gedanken machen kann, nicht wahr? ;-))
Aber als Trainer, Coach und als Mensch interessiert mich der in Kopfzeile benannte Unterschied, weil er enorme Auswirkungen aufs Leben, z.B. Lernen, Selbsterleben, Beziehungen usw. hat …
Was meine ich damit?
Verhalten ist einfach formuliert der außen sichtbare Ausdruck innerer Prozesse … und ich verhalte mich mehr oder weniger den ganzen Tag. Fähigkeiten werden u.a. funktional benötigt, sprich an einem Arbeitsplatz, der Jobsuche, beim Flirten usw. setze ich vorhandene Fähigkeiten ein.
Mich aber interessiert im Moment besonders das Thema Haltung. Was verstehen Sie darunter? Wenn ein Chef eine freundliche Mitarbeiterin oder sozialkompetenten Mitarbeiter sucht, sucht er dann eine Fähigkeit oder eine Haltung? Hier ist die Antwort doch einfach, oder? Den mir wichtigsten Unterschied zwischen Fähigkeit und Haltung würde ich so beschreiben, dass eine Haltung eine Art „eingefleischtes“ Grundmuster (unbewusste Kompetenz) geworden ist, die uns auch unter Stress oder Ermüdung (Über-/Unterspannung) ausmacht. Fähigkeiten stehen uns so gesehen, nur viel eingeschränkter zur Verfügung.
Kurzformel: Eine Fähigkeit habe ich  … eine Haltung bin ich!
Übertragen Sie das mal auf das Thema Lernen … spannend nicht wahr?
Und wenn Sie diese Perspektive mal selbstreflektiv zur Selbsterkenntnis nutzen möchten: Dann achten Sie mal in absoluten Stresssituationen oder bei totaler Müdigkeit / Erschöpfung auf Ihr(e) VerHALTUNG – das sind Sie auch … der aufgesetzte (sonst gezeigte) Rest ist ihre „Schönwetter- Schokoladenseite“ oder soziale Beziehungs-Maske. Diese Beschreibung klingt doch erst einmal ziemlich doof, oder? Was meinen Sie dazu?

Diesmal bin ich gespannt auf Ihre Kommentare …
(dazu muss man sich allerdings aus Sicherheitsgründen auf meiner Blogsite anmelden …) Danke.

Herzlichst
Ihr
Jügen Weist

 

 

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Lust auf authentische Erfahrungen

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Vor kurzem war ich am Elbstrand vor Blankenese einen Kaffee trinken und saß für einen Moment an der Elbe … sah aufs Wasser und aufs Leben um mich herum. Es war warmes und sonniges Wetter. Mir fielen zunächst zwei Jungen in Unterhosen auf, die so richtig Spaß daran hatten, sich mit nassem Sand zu bewerfen. Zwei weitere Kinder sahen fasziniert und gespannt zu. Schon beim Zusehen kam ihnen der ein oder andere jauchzende Laut über ihre Lippen. So richtig Mitmachen ging aber nicht… die sorgenden Mütter der beiden Zuschauer kommentierten die deutlich sichtbare Mitmachlust mit Ausdrücken: Komm her …mach dich nicht schmutzig … pass auf … wir haben keine trockenen Sachen dabei … wir gehen gleich … usw.

Mein Blick schweifte weiter umher. Ich konnte jede Menge Kinder beobachten, die völlig vertieft am Wasserrand ihren Erfahrungen nachgingen …
Füße ins Wasser tauchen, ein Loch buddeln, sich nassspritzen … während die meisten Erwachsenen nicht mal ihre Schuhe ausgezogen hatten. Kinder, so dachte ich, haben einfach noch viel mehr Lust auf lebendige Erfahrung, haben natürlichen Spaß im Umgang mit der Natur, sammeln authentische Erfahrungen, probieren aus, sind neugierig …

Und wir Erwachsenen …? Also … ich habe es an dem Morgen wenigstens geschafft, mir Strümpfe und Schuhe auszuziehen, habe mir die Hose hoch gekrempelt und es genossen, barfuß an der Wasserlinie entlangzugehen, die Kühle des Wassers und den Sand unter meinen Füßen zu spüren …
Mein Tipp: Gehen Sie mal wieder barfuß, vielleicht sogar zusammen mit (Ihren) Kindern … ein paar Minuten und ein kurzes Stück über einen Rasen … oder folgen sie mal gefühlt einem anderen natürlichen Impuls … klettern auf einen Baum, sehen sich einen Sonnenuntergang an … alles, wo Ihr Verstand sagt „das macht man doch nicht“ eignet sich ganz besonders ;-))
Ich befürchte im besten Sinne, Ihr Lebensgefühl wird es Ihnen danken.

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

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