Tun … wonach mir der Sinn steht.

Ich möchte mit der folgenden These beginnen: Die meisten Menschen, so würde ich meinen, versuchen so gut wie möglich ihren Alltag hinzubekommen. Gleichzeitig versuchen Menschen ihr Dasein so freud -oder lustvoll wie möglich zu gestalten. Das Thema Lebensqualität lässt grüßen …

Da wir ein reflektives Bewusstsein haben, ist das nicht immer so einfach. Tiere z.B. fressen, fühlen sich wohl und empfinden entsprechend. Ganz einfach … sie leben im Hier und Jetzt. Nur Menschen fragen sich dann, ist das Futter gesund? Werde ich morgen noch auch welches haben? Sollte ich eine Frühjahrsdiät machen … usw.?

Praktisch bedeutet dies, dass wir auf dieser Bewusstseinsebene mit der Frage des Bezuges (in bezug worauf reflektieren wir) „beglückt“ sind. Eine Frage oder einen Bezug, die/ den  ich gern in diesem Zusammenhang verwende, ist der Sinnbezug. Macht das, was ich tue (wieviel) für mich Sinn? Im aktuellen Conzendo-Newsletter (ab 2.2.14) finden Sie dazu eine Menge guten „Stoff“.

Und auf den Punkt gebracht: Probieren Sie doch mal, wie es für Sie ist, wenn Sie Ihr Handeln, so gut es geht, danach ausrichten, wonach Ihnen der Sinn steht. Was immer das auch für Sie bedeutet.

Ich wünsche Ihnen viel sinnhafte und freudvolle Erfahrungen …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

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Tierisch gute Beziehungen

Noch einmal das Thema Beziehungen: Wir Menschen teilen mit den meisten Säugentieren stammesgeschichtlich das Bedürfniss nach Beziehung oder salopp gesagt: Die Spezies Mensch tritt bevorzugt im Rudel auf. Und in dem Wissen, dass ich sehr vereinfache, gibt es in Beziehungen zwei Grundpostionen: a) ich will lieben und b) ich will geliebt werden. Beiden Positionen ist inneliegend, dass es da ein Subjekt und ein Objekt gibt. Sprich da ist jemand, der liebt und gleichzeitig jemand oder etwas, dass geliebt wird.

Was ich nun oft beobachte (selbst wenn Menschen in Partnerschaften sind) ist, dass Haustiere da eine gewisse Rolle spielen. Oft sogar … einen Platz einnehmen, der den o.a. Fokus von Menschen „wegnimmt“, vielleicht weil Tiere da „einfacher“ sind oder was auch immer der Grund ist. Was bei älteren , alleinstehenden Menschen oder bei Kindern, die sozial wechselseitiges (reziprokes) Verhalten einüben, total viel Sinn macht, weil Liebe dann leichter oder überhaupt „fließen“ kann – so kann dies durchaus  in anderen Konstellationen zu einer Verarmung der menschlichen Beziehungen führen.

Mich würde interessieren, was Sie dazu meinen? Wie sehen Sie das? Schreiben Sie mir doch einfach eine Mail unter weist@conzendo.de .

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

 

 

 

 

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Beziehungen 2

Nach dem Artikel der letzten Woche … diesmal ganz anders…
Eine meiner Lieblingsgeschichten zum Thema “Beziehungen” findet sich im “Kleinen Prinzen” von A. de Saint Exupery. Dort entsteht Beziehung dadurch, dass man jemanden “zähmt”. Zähmt? Ein ungewöhnliches Wort im Zusammenhang mit Beziehung, nicht wahr? Zurück zur Geschichte: Der Fuchs teilt dem kleinen Prinzen  mit, dass es darum geht, sich den anderen vertraut zu machen, sich ganz auf ihn einzulassen, gegenseitig aufeinander bezogen  zu sein, ja sogar Abhängigkeit zu riskieren. Das ist es, was den anderen einzigartig und zum Freund macht. Als der Fuchs durch den kleinen Prinzen gezähmt werden will und dieser fragt, wie das denn ginge, antwortet der Fuchs :”Du musst sehr geduldig sein … Jeden Tag wirst du dich ein wenig näher (zu mir) setzen können”. Der kleine Prinz lässt sich auf dieses Abenteuer, geprägt durch Liebe, Verlässlichkeit und gegenseitiges Angewiesensein, ein.

In der Stunde des Abschieds dann … offenbart der Fuchs (mit Tränen in den Augen) dem kleinen Prinz sein (weltberühmtes) Geheimnis: “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für Augen unsichtbar (…)

Vielleicht ein Schlüssel für gute Beziehungen …
Herzlichst
Ihr Jürgen Weist

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Beziehungen 1

Sie kennen das vielleicht … selbst als Profi ist man immer mal wieder mit (familiären) Beziehungsthemen „beglückt“. Familie ist da immer ein ganz spezieller Fundus, weil da einige Beziehungen nahezu unaufkündbar sind. Dies lädt scheinbar dazu ein, so das ein oder andere – immer mal wieder – auszuprobieren …

Kurzum, ich war mit einer anspruchsvollen Situation konfrontiert … als am gleichen Tag ein Artikel unser kalifornischen Freundin Jennie Marlow als Mail eintrudelte. Er lautete: Problematische Beziehungen – können sie geheilt werden? Die zentrale These Jennies war: Sich nicht zu fragen,was habe ich falsch gemacht, sondern eher darauf zu fokussieren, was sind die zentralen Gefühlen und Gedanken, die in den entsprechenden Situationen ablaufen? Was ist das (Beziehungs-)oder Interaktionsmuster, das die Beteiligten immer wieder, wie eine „hängende Schallplatte“ scheinbar wiederholen müssen? Was aktiv getan werden kann, ist, dass mindestens eine Person das Muster unterbricht (ggf. „rausgeht“) und neu Verantwortung übernimmt. Eine andere Antwort findet …

Reicht das für Veränderung?Ja und nein, sicher gibt es da keine Garantie… aber es entstehen neue Möglichkeiten, andere Wahrscheinlichkeiten. Sicher ist auch, dass das Alte dann nicht mehr so wie bisher (automatisch) funktioniert. Jennie beschreibt am Ende ihres Artikels, dass die größte Chance auf Veränderung entsteht, wenn beide Parteien ihre inneren Vorstellungen klären, sich eigenverantwortlich für ihre emotionalen Reaktionen zeigen und es ein gemeinsames Ziel wird, die Situation mitfühlend, authentisch und friedvoll zu klären. Ironischerweise braucht es dafür die Courage, den bewussten (Start)Willen einer Person, diesen Umschwung einzuleiten …

Bei mir hat es gewirkt. Ich habe das alte Muster unterbrochen … anderes Verhalten gezeigt … und es hat sich etwas Neues entwickelt. Noch nicht perfekt, aber viel viel besser als das Übliche.

Ich wünsche Ihnen ähnlich kontruktive Erfahrungen …

Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist

 

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Authentizität …

Aus dem amerikanischen Fantasyfilm “Beautiful Creatures” stammt das Zitat:” (…) sie (die Menschen) beten, ohne zu glauben. Man verliert seine Kraft, wenn man nicht lebt, was man ist “.

Kann man es besser auf den Punkt bringen, was (Nicht)Authentizität ist … Kraftlosigkeit als Ausdruck von Selbstentfremdung? Psychologisch scheint es ja für viele Menschen erstrebenswert, in Ihre Kraft zu kommen. Sie machen Kurse zur Willenskraftbildung, lesen Bücher über Selbstakzeptanz usw. … nimmt man das obige Zitat jedoch halbwegs ernst, dann würde es uns kräftigen, wenn wir (aus)leben, was wir sind.

Womit wir das Problem zwar nicht gelöst, aber eine Ebene weiter verlagert hätten … ich müsste nur noch wissen, wer ich (zutiefst) bin und das dann leben …klingt doch einfach, oder? ;-))

Andererseits, geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie zumindestens ein Gefühl dafür haben, wenn “ Sie weit von sich abweichen”, Dinge tun, die Sie partout nicht wollen, sich verleugnen … sich zurückhalten, mit dem, was Ihnen wesentlich ist …? Ich glaube, dass die meisten Menschen dieses Gefühl kennen.

Vielleicht ist “authentisch sein” der Versuch, das Ringen darum, immer mehr im Einklang mit diesem Gefühl ganz alltägliche Schritte und Entscheidungen zu meistern …

Ich wünsche Ihnen im neuen Jahr viele authentische Momente!
Ihr
Jürgen Weist

 

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