Die dunkle und die helle Seite der Macht

Alle Starwars – Fans wissen jetzt natürlich sofort, wovon ich schreibe. Für alle anderen, damit ist im weitesten Sinne so etwas gemeint, wie unterstützende und hemmende Kräfte im Leben. Also was gibt ihnen Lebenskraft und Freude und was nimmt Sie Ihnen.

 

Natürlich ist das in vielen Lebensbereichen relativ eindeutig, weil Sie es ja spüren. Das tun Sie doch, oder? Und … natürlich ziehen Sie daraus Ihre Konsequenzen, nicht wahr?

 

Andernfalls würde Sie sonst ja auch stückchenweise sterben. Ihr Leben und Ihre Liebe verlieren. So verrückt ist doch keiner, oder?

 

Aber zurück zum Thema, woran erkennen wir überhaupt welche Seite? Ich glaube in der Bibel findet sich das Zitat, dass man den Baum an seinen Früchten erkennt? Also auch da der Hinweis, wie wirkt die Frucht auf Sie? Und wenn tausendmal auf der Verpackung steht “Diese Frucht tut Ihnen gut“.

 

In Beziehungen werden Sie den Unterschied oft an Themen wie Forderungen, Müssen, Verantwortung usw. erkennen. Die helle Seite wird Sie in dem was Sie tun, unterstützen, Sie werden in jedem Fall so etwas wie Wohlwollen (ja manchmal sogar Liebe) verspüren. Die dunkele Seite kritisiert, fordert, achtet eher darauf, macht Druck. Energetisch oder im Spannungsgrad, wie etwas vorgetragen wird, können Sie eindeutig den Unterschied erkennen.

 

Ja, und dann … gehen Sie mit dem, was Ihnen gut tut. Zu einfach? Keine Ahnung, aber es funktioniert. Und glauben Sie bitte nicht, dass sich ja andere oder die Zustände irgendwann ändern. Sie wissen ja, die Hoffnung stirbt zuletzt … die Verantwortung für Sie kann kein anderer tragen.

 

In diesem anregenden Sinne

 

Herzlichst

 

Ihr  Jürgen Weist

 

 

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Auf dem Weg zur Liebe

In dem Reifeprozess, der uns möglicherweise zu so etwas wie dem Wechsel/ Wandel  von bedingter Liebe (ich liebe dich, wenn …) zu unbedingter Liebe (ich liebe, dich so und weil du bist) führt oder anders gesagt, was uns (wie wir uns) manchmal daran hindert, ist neben vermutlich vielen anderen Aspekten auch die Abwehr des Hasses (Angst) auf der bedingten Ebene.

 

Was meine ich damit?

 

Damit verbinde ich die Idee (bitte probieren Sie das für sich aus!), dass ich die bedingte Ebene nur dann transzendieren (durchlässig werden lassen kann/ loslassen) kann, wenn ich mich meinem Hass, dem Bösen in mir liebevoll zuwende. Damit ist gemeint, auch anzuerkennen, das in mir bedingte Liebe und damit vermutlich auch ein ziemliches Maß an Hass ist, das es gilt „WAHR (an) zu nehmen“. Also eine Art mentaler rückwärts gerichteter Vorwärtssalto, der auf der bedingten Ebene darin besteht, meinen ureigensten Hass zu lieben (und wenn es zunächst in der Stufe Akzeptanz, Annahme, Bejahung usw. zeigt) und dann zu schauen, welche (Dimensions)Tür sich gefühlt wie öffnet.

 

Es gibt ein altes Samuraisprichwort. Es lautet: “Der Weg nach Hause führt nur über das Schlachtfeld“.

 

Gutes PRObieren wünscht Ihnen

 

Ihr

 

Jürgen Weist

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Konventionelle Liebe

Oder … der Unterschied zwischen bedingter und unbedingter Liebe als Erfahrung.

 

Ich möchte heute mit Ihnen etwas teilen, was ich für die Idee der „bedingten Liebe“ (konventionelle Liebe) halte und später werden Sie möglicherweise auch eine Ahnung darüber entwickeln, was man bzw. Sie unter unbedingter Liebe verstehen möchten.

 

Was kennzeichnet bzw. woran erkennen wir die Art von Beziehungsqualität, die man bedingte Liebe nennen könnte?

 

Es geht bei der bedingten oder konventionellen Liebe im weitesten Sinne um „Erlösung“. Der Kontakt zu jemand oder etwas versetzt uns in einen Zustand, den wir als angenehm, lösend, befriedigend, kurzum als „gut“ erfahren. Die gute Nachricht ist: Dieser Dynamik unterliegen wir alle (jedenfalls kenne ich niemanden, der mir das Gefühl vermittelt, er/sie sei frei davon). Die Gretchenfrage ist: wie bewusst ist uns genau das und wie kultiviert können wir damit umgehen? Aber jetzt zu den Kriterien. Woran können wir vielleicht bedingte Liebe erkennen?

 

  • Ich brauche den anderen
  • Ich will haben/ nicht verlieren
  • Ich kontrolliere, um was Bestimmtes zu vermeiden
  • Ich schränke ein werte und kritisiere
  • Ich bin unsicher und habe Angst
  • Wenn etwas Ungewolltes passiert, schiebe ich Verantwortung (Schuld) nach außen

 

Also, mal ehrlich, wie weit und frei fühlt sich die Beschreibung an? Ist das wirklich etwas, zu dem der Begriff „Liebe“ passt? Ich meine nein. Das ist (für mich) eine grundlegende Verwechselung. Denn schon rasch, wenn man das Erhoffte nicht bekommt oder es verliert, dann zeigt sich das „wahre Gesicht“ dessen, worum es geht. Dann sind die eigene Angst und Schmerz schnell die Quelle für (und wenn auch noch subtile) Gewalt (gegen sich selbst und andere). Der Autor Eckhart Tolle hat diesen Prozess in seinem Buch „Jetzt“ mit der Idee des Schmerzkörpers exzellent beschrieben.

 

Was bleibt (uns)? Nicht viel und doch alles. Diese von Schmerz geprägten (Re)Aktionen sind immer wieder eine Versuchung/Einladung auf die gleiche Ebene zu fallen und sich dann einander Schmerz zuzufügen. Dem zu entgehen ist oft schwierig und anspruchsvoll. Und doch … sind Haltungsaspekte wie Mitgefühl, Zugewandtheit, Offenheit, Gelassenheit usw. wahre Wundermittel.

 

Vielleicht ist ja dieser kleine Text Anregung dafür, ihren Erfahrungsraum Beziehung um eine winzige Nuance anders (neu) zu erfahren.

Ihr

Jürgen Weist

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