Erfolg im Alltag

Wenn ich einen wichtigen Teil meiner derzeitigen Alltagserfahrungen in unterschiedlichen Beziehungen zusammenfasse, dann bin ich von dem Ausmass an Problemorientiertheit (mit Formulierungen wie: (…) das geht nicht, weil X,Y,Z ist ) ziemlich betroffen. Wenn ich dann die betreffenden Personen frage, ob Sie es denn schon probiert hätten … , ihre Annahmen, Ihre Ideen gegen den/ im Alltag zu testen bzw. zu überprüfen, dann ernte ich neben Stirnrunzeln meist nur weitere theoretische Begründungen.

Jetzt könnte man(ich) auch hier wiederum dazu neigen, dafür zahlreiche und intelligente Begründungen aufzuschreiben. Aber die systemischen Fragen, die ich mir in meinem Alltag immer öfter (mit durchaus radikaler Wirkung) stelle, sind:

Wie nützlich (sinnvoll) ist meine (Vor)annahme?

Welche Möglichkeiten blende ich durch diesen (speziellen) Focus aus?

Welche (nur gering) veränderte Sichtweise schafft mir (viele) neue Möglichkeiten?

Habe ich meine Ideen in/ gegen die Wirklichkeit getestet? Welche Erfahrungen habe ich gesammelt?

Alles, was mir momentan in meiner praktischen Erfahrungswelt nicht hilfreich ist, ja, das bezweifele ich im Moment und eher nicht die Existenz meiner unzähligen Möglichkeiten und zwar in (fast) jeder Situation. Es ist eher die Frage, wo darf ich mich der Wirklichkeit in welcher Weise anpassen … ?

Easy, but not simple …

Gutes Testen dieser Grundidee wünscht Ihnen wie immer

Ihr Jürgen Weist

P.s Sie kennen ja vermutlich das Zitat von Erich Kästner:
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

*1 Kommentar

Bedürfnisse so „richtig“ haben …

Immer wieder begegnet mir die Tatsache, dass Menschen mit Ihren Bedürfnissen (unterschiedlichster Art) insbesondere in Beziehungen Probleme haben bzw. kreieren. Ich-Bedüfnisse (geistiger Natur) wie Sicherheit, Anerkennung und auch auch körperliche Bedürfnisse wie das nach Nähe, puren Streicheleinheiten usw. sind einfach Teil unserer menschlichen Natur. Von seelischen Bedüfnissen möchte ich heute nicht sprechen bzw. schreiben, da für die meisten von uns schon die Bedürfrnisse der körperlichen und geistigen Ebene eine ziemliche Herausforderung sind.

 

Innerhalb des Themas „Umgang mit Bedürfnissen möchte ich heute einen kleinen, aber  wichtigen Ausschnitt beleuchten. Und zwar den von erlebter Abhängigkeit und Freiheit. Dafür möchte ich die folgenden Begriffe nutzen:

 

  1. Dependenz (Abhängigkeit)
  2. Independenz (Unabhängigkeit)
  3. Interdependenz (wechselseitige Abhängigkeit)

 

 

Die meisten von uns haben verständlicherweise Angst davor, sich als abhängig zu erleben. Das macht uns manipulierbar, wir entwickeln Verlustängste, werden sehnsüchtig, wenn unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden usw. Kurzum: Dieses Erleben schwächt u.a. unser Selbstwertgefühl und damit letztlich auch unsere Attraktivität und Lebendigkeit.

 

Die Folge? Wir versuchen der Dependenz zu entgehen, meinen wir müssten es uns selbst geben, wechseln Partner, verdrängen unsere Bedürfnisse,  verurteilen die Erfüllung und was auch immer an Strategien da ist, um der erlebten Abhängigkeit zu entgehen. Und aus meiner Sicht das Schlimmste: Wir werden mit der Zeit böse auf die, von denen wir uns als abhängig erleben, selbst dann, wenn diese unsere Bedürfnisse befriedigen. Wir werden böse, weil wir uns abhängig fühlen.

 

Dann stellt sich die Frage: Gibt es wahre Unabhängigkeit (Independenz)? Ich würde diese Frage  so beantworten: Ja und nein!

Die Lösung liegt meines Erachtens nicht auf der Ebene des Abhängigkeit oder Unabhängigkeit. Wir haben Bedüfnisse (als Menschen) und deshalb sind andere „not-wendig“ um diese Bedürfnisse in Frieden zu bringen/ zu erfüllen. Da liegt doch auch eine große Chance, ein großer Antrieb in unserem Leben, wenn es gelingen soll.  

 

Ein wirklicher „Weg“ aus der Abhängigkeit ist (jedenfalls in meiner Welt), diese zutiefst anzuerkennen und dadurch Freiheit im Unfrei sein zu entwickeln. Das Thema in den weiten Raum der Interdepedenz hinein zu entfalten, Dort wird Bedürftig sein, Bedürfnisse erfüllt zu bekommen oder die anderer zu erfüllen als lustvoll, lebensspendend erlebt. Wir beginnen gefühlt zu verstehen, dass Bedürfnisse ( und ein angemessener, kultivierter Umgang damit) Teil unserer Existenz sind und diese zutiefst bereichern. Für die Profis: Wir beginnen Systemik zu leben …

 

Wenn Sie mehr dazu entdecken oder erleben möchten. Ich plane für den Herbst 2010 mit meiner Partnerin ein Seminar (mit dem Titel „Beziehungs-Weise“), wo Sie genau diese und viele andere wertvolle Aspekte  erleben, durchdringen und für Ihren Alltag praktikabel mitnehmen können.

 

Und … vielleicht haben Sie ja schon diese Ideen bereichert …

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Jürgen Weist

 

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