Das Unbekannte erwarten …

Der amerikanische Psychologe Don Beck, der mit seinem Team die Idee der sogenannten „Sprial Dynamics“ weiterentwickelt hat, geht davon aus, dass Menschen, Gruppen und Organistionen (etwas vereinfacht) insbesondere in bezug auf Veränderungen drei verschiedene Zustände aufweisen:

 

a)      Offen sein

b)      Blockiert sein

c)      Geschlossen sein

 

Dabei geht er davon aus, dass „Blockiert sein“ der Normalzustand ist. Wenn wir einmal so tun, als habe er recht, was ist es dann, was uns blockiert sein lässt?

 

Die meisten Menschen (Sie und ich natürlich ausgenommen) schätzen es eher nicht, wenn sie im Alltag die Kontrolle verlieren. Kontrolle verlieren heißt auch, dem Unbekannten ins Auge sehen zu müssen in einer Welt, die so gründlich geregelt ist, dass Unbekanntes fast immer mit (Verlust)Angst erlebt wird.

 

Wie wäre es denn, wenn Sie – nur für kurze Zeit – einmal die Tür der Kontrolle, des Sicherstellens, nur einen Spalt weit öffnen … für Unbekanntes oder anders gesagt für die Ergebnisse tieferer Erfahrung .

 

Fragen:

Wie würden Sie wissen, wann Sie sich „öffnen“?

Was macht es mit Ihnen, wenn Sie Ihre Wahrnehmung auf Unbekanntes ausrichten?

Was hat das Thema mit dem Thema „Krisen“ zu tun?

Welche Angst zeigt sich bei Ihnen?

 

Das Gute ist, es geht dabei um gar nichts, nur um lebendige Erfahrung …

 

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

 

Herzlichst

 

Jürgen Weist

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Erwartungen und Stress

Wie habe ich mich heute in einem Coaching sagen hören:

Nur im Denken gibt es Paradoxien oder Zwickmühlen …

 

Es ging thematisch um das Thema „Was ist gerade versus meine Erwartungen …“

Wie schon des Öfteren beschrieben, neigt der Zustand des so genannten egozentrischen Bewusstseins zu permanenten Ist-Soll-Vergleichen, die einen tiefen Mangel erzeugen.

Spannungen, Unzufriedenheit  und Stress sind oft die (krank machende) Folge.

 

Probieren Sie doch einmal Folgendes:

 

  1. Wenn Sie situative Anspannung spüren (oder danach), fragen Sie sich, welche eigenen/ fremden Erwartungen haben mich angetrieben? Oft sind die Erwartungen unbewusst.
  2. Erlauben Sie sich den Ist-Zustand! Sie dürfen genervt, aggressiv, hilflos usw. sein. Das sind ganz normale menschliche Grenzen und Qualitäten. Wir sind nicht omnipotent. Und als Hinweis: Aggressivität als Gefühl zuzulassen heißt nicht, sie unbedingt 1:1 direkt auszuleben. Das Einbinden in die jeweilige Situation ist noch ein weiterer Schritt … es geht erst einmal darum, sich zu erlauben, überhaupt X, Y und Z sein zu dürfen.

 

Seien Sie doch mal 3-4 Tage lang ein Erwartungsdetektiv … ermitteln Sie mal, welche Erwartungen Sie (und andere) antreiben und wie sich diese Erwartungen in den jeweiligen Situationen auswirken. Vielleicht bekommen Sie ja eine Idee, warum der Weg zur Hölle mit Erwartungen gepflastert sein soll …

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Jürgen Weist

 

P.s. Bitte machen sie aus den o.a. Ideen bitte keine Erwartungen an sich …

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Denken … Macht … was!

Letzte Woche lief mir eine alte Information „neu“ über den Weg …

Es geht um das Thema: Wie machtvoll sind die Gedanken, die ich so über den Verkauf eines Tages denke?

 

Die These, um die es heute geht, ist: Das Unterbewusste kann nicht zwischen innen und außen unterscheiden. Was meine ich damit? Zum Beispiel, was Sie über eine andere Person denken, was Sie gegenüber dieser Person empfinden, hält Ihr Unbewusstes quasi für eine Information über Sie selbst. Der Satz: Wie innen, so auch außen … bekommt so einen pragmatischen Geschmack. Halten Sie jemanden für blöd, erlebt Ihr Unbewusstes es genauso, als hielten Sie sich selbst dafür. Lieben Sie jemanden, so ist die Wahrnehmung Ihres Unbewussten identisch mit der, dass Sie sich selbst lieben …

 

Interessant oder?

 

Testen Sie diese Idee (und zwar so, wie es Ihnen gefällt) doch einmal drei Tage in Ihrem Alltag. Sollten Sie eine Wirkung spüren, interessante Erfahrungen sammeln, so empfehle ich Ihnen, diese Haltung mindestens drei – vier Wochen intensiv zu üben. Solange dauert es ungefähr, eine neue Gewohnheit zu entwickeln …

 

Ich wünsche Ihnen viele interessante Erfahrungen damit und freue mich auf Ihre Kommentare.

 

Herzlichst

 

Jürgen Weist

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Heute morgen … in dieser Welt

In der Hamburger Morgenpost vom 13.Okt. gab es einen Artikel über einen Trainer namens Eugen Simon („Predigt hier ein Scharlatan“). Er hält für einen Euro Eintritt ein  Wochenendseminar mit Inhalten wie: Positives Denken, Gedankenregulation, Emotionsstopp, der Message: nur jeder kann sich selbst wirklich helfen, um dann am Ende Bücher, DVD und ein 12.000 Euro teueres Seminar anzubieten. Wer heute zugreift, bekommt es für die Hälfte, so der MOPO-Redakteur.

 

Falsch? Richtig? Seriös? Betrug?

 

Alles eine Frage der eigenen Perspektive. In den letzten zwanzig-dreißig Jahren habe ich mehrere solcher Personen am Markt wahrgenommen. Sie kommen und gehen …

 

Meine Position: Keine Ahnung, wer Herr Simon ist und was ihn bewegt, welches seine  Haltung ist? Und … wenn Sie dann (mit dem entsprechenden Nachlass) für 6.000 Euro 
w i r k l i c h  die o.a. Fähigkeiten entwickeln können, dann … greifen Sie bitte sofort zu!

Wenn ich all das Geld für meine Ausbildungen zusammenrechne, dann ist das ein Spottpreis.

Aber Achtung: Ich habe nicht gesagt, dass Sie Herrn Simon buchen sollen …

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Jürgen Weist

 

P.s. Dazu passt übrigen die Werbung einer Versicherung, die mir heute morgen ebenfalls in Haus flatterte: Sie begann sinngemäß mit: Hallo Herr Weist, wie geht es Ihnen bei dem Gedanken an die nächste Heizungsrechnung, ärgern Sie sich nicht auch über die hohen Spritpreise und beim Einkaufen haben Sie bestimmt auch schon gemerkt, dass fürs gleiche Geld immer weniger im Korb ist …  ?????????

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