Kommentare, Kommentare …

Hallo liebe LeserInnen,

ab sofort können Sie meine Texte wieder kommentieren …

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Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Herzlichst

Jürgen Weist 

 

 

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Poetisches zum Fest

 

 Es sind ja manchmal die kleinen Präsente, die das Herz erfreuen. Anbei ein Text, der mich via Norbert Kasper erreichte und den ich den LeserInnen meiner Seite „Bemerkenswertes“ zum bevorstehenden Weihnachtsfest und Jahresübergang widmen möchte:

                              
                                                 Ich wünsche dir Zeit
 

 

               Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
                                   Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
                                   Ich wünsche dir Zeit, dich zu  freun und zu lachen,
                                   und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.
 

                                   Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
                                   nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
                                   Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
                                   sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.
 

                                   Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
                                   Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
                                   als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
                                   anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.
 

                                   Ich wünsche dir Zeit, nach den  Sternen zu greifen,
                                   und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
                                   Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
                                   Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
 

                                   Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
                                   jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
                                   Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
                                   Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben ! 
 

                                                     Elli Michler
 

              Aus: Elli Michler, Dir zugedacht,  © Don Bosco Verlag, München, 2004

                             (Mit freundlicher Genehmigung des Verlags)

Alles Liebe und tschüss bis ins neue Jahr …
Dann gibt es wieder jedes Wochenende Neues aus meinem Leben …
Allen eine besinnliche Zeit (s.o.) und ein gesegnetes neues Jahr.
Herzlichst
Jürgen Weist

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Vertraue …

 Ich stecke gerade in mehreren Gesprächs-und Entwicklungsebenen und als eine ganz praktische Auswirkung wird mir noch einmal deutlich, wie verschieden Menschen den Begriff „Vertrauen“ innerlich und äußerlich tanzen …
Strategien, die mir in den letzten Tagen begegneten: Ich kann (nicht) vertrauen …,

  1. Wenn ich vorher (nicht) genau weiß, geregelt ist, was wahrscheinlich wie sein wird.
  2. Weil ich in anderen ähnlichen Situationen/ Kontexten bereits die und die Erfahrung hatte.
  3. Weil ich mit dem betreffenden Menschen bereits (Referenz) Erfahrungen habe.

Wahrscheinlich gibt es noch viele andere Arten, wie Menschen für sich als emotionale Erfahrung  ein vertrauensvolles Gefühl generieren oder was sie dafür halten. Was für mich in den o.a. Beispielen deutlich wird, ist, dass es sich (auch bei mir) nicht unbedingt um eine Art „freies Vertrauen“ handelt. Wie ich es ja gern erwähne, es geht mir nicht darum etwas gut oder nicht gut zu finden und dennoch ist alles Ausdruck einer gewissen Entwicklungsstufe, wo es beheimatet und gute Wirkung erzeugt … interessant wird es, wenn wir daran festhalten und Menschen unterschiedlicher Stufen in Kontakt kommen …
Zurück zum Vertrauen … ist es wirklich ein Vertrauen, wenn wir Bezüge (Menschen, Verträge, Kontexte, Erfahrungen) brauchen, um ein Ergebnis in die Zukunft zu projizieren und wenn es uns zusagt, dann zu sagen, ja ich vertraue … eigentlich lächerlich, oder?
Also was mir als Satz kam: „Vertrauen ist leicht, wenn ich glaube, ich weiß, was geschieht. Dann kann ich entspannt und offen bleiben. Aber was ist, wenn ich keine Ahnung habe, was geschehen wird? Und woher nehmen wir eigentlich den Baustoff für diese Illusionen? Woran halten wir fest? Worauf können wir (auf welche tiefere Wahrheit) nicht vertrauen? Was macht uns Angst?
Und ich beginne zu verstehen, warum mein Aikidotrainer (Matthias) ab und an im (sicheren) Rahmen einer an sich festgelegten Übungssequenz mich wirft, um dann plötzlich irgendwas ganz anderes (nicht Abgesprochenes, Definiertes) zu machen. Hinterher sinne ich oft darüber nach … und ein Grund (für mich) könnte sein, dass er einfach spürend testen möchte, wie offen und entspannt seine Schüler bleiben können, wenn ein ungeplanter Impuls auf sie einwirkt …
Übrigens gab es eine Zeit, in der ich dann zunächst irritiert und innerlich beleidigt (und im fühlbaren Widerstand) war und mich fragte, warum macht er jetzt denn etwas ganz anderes. War doch so und so abgesprochen …;-))). Langsam beginne ich ein tieferes Verständnis zu entwickeln … und zwar seit ich die Unterschiede fühlen kann …
In diesem Sinne, was bleibt uns übrig … einfach vertrauen … und (jedenfalls in meiner kleinen Welt) ist Vertrauen nichts worüber man (nur) redet, eher etwas, das sich als Qualität Handlungen  zeigt …
Nur, um auch die andere Seite auszuloten … es geht mir nicht auf eine Art von: “Ich vertraue alles und jedem in jeder Hinsicht (blind)“. Im Tao te King steht sinngemäß: Der wirklich Weise vertraut und erkennt die schlechte Absicht schon im Ansatz und vereitelt sie. Anmerkung von mir: Vielleicht vertrauensvoll bleibend …:-)))
Herzlichst
Ihr
Jürgen Weist
 

 

 

 

 

 

 

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Ablehnen oder lieben – eine Wahl?

Bei Carlos Castaneda und auch anderen finden wir einen Unterschied, den ich für wesentlich halte. Castaneda unterscheidet zwischen der ersten Wirklichkeit, dem, was tatsächlich geschieht und der zweiten Realität, dem, wie wir darüber denken bzw. darauf reagieren. All` das eine Möglichkeit, die aus dem Potenzial unseres reflektiven Denkens entsteht. Soweit so gut … 

Was halten Sie dann von dem folgenden Ansatz: In der ersten Realität sind wir nicht frei … aber in der zweiten Ebene schon, denn wie wir etwas erleben, das können wir (relativ) frei entscheiden … oder? Könnte das eine Ebene sein, auf der wir zumindestens theoretisch frei sind? Und … es gibt Menschen, die wiederum die These vertreten, dass, wie wir in der zweiten Ebene reagieren, Dinge auf der ersten Ebene beeinflusst bzw. in unser Leben bringt oder nicht … das ist dann noch was anderes … ich würde gern bei der ersten Annahme bleiben und behaupten, dass wir in unserer Art, wie wir auf das Leben (der ersten Ebene) reagieren, relativ frei sind bzw. frei werden können … 

Das würde bedeuten: 

  1. Egal was wie, wir hätten immer eine Wahl (wie wir z.B. darauf reagieren). 

  2. Es gäbe etwas, das kann man uns nicht nehmen (wir können es nur aufgeben). 

  3. Nichts wäre per se so oder so … 

  4. Wir trügen Verantwortung (für unsere Antwort und die Auswirkungen). 

  5. Der innere Aufwand (etwas z.B. abzulehnen oder zu mögen wäre gleich). 

  6. ? Was fällt Ihnen noch zusätzlich ein? Lassen Sie es mich wissen. 

Wenn das oben Geschriebene wahr wäre, was wäre es denn, das den Unterschied Ihrer Meinung nach macht/ erst schafft? Was wäre die Voraussetzung um diese Freiheit auszuleben? 

Oder anders gesagt: Ich kann etwas oder jemanden erst dann richtig ablehnen, wenn ich ihn oder es auch lieben kann … und beides ist Ausdruck meiner Lebendigkeit. 

In diesem (Un)Sinne … 

Herzlichst 

Jürgen Weist 

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