Ausrichtung des Bewusstseins

Es ist fast schon ein alter Hut der Bewusstseinsschulung, dass das, worauf wir unsere Ausmerksamkeit richten, quasi wächst, weil unser Gehirn lernt, diese Wahrnehmung tiefer in den neuralen Strukturen zu verknüpfen. Vereinfacht gesagt müssten wir alle nur achtsamer wahrnehmen, was wir tun, um uns dann entsprechend auszurichten.

Leider ist das nicht immer so einfach. Ich befand mich im Tangounterricht und übte einen Schritt, den man Sacarda nennt. Eine bestimmte Sequenz war anspruchsvoll für mich, gelang mir nicht gleich auf Anhieb. In meinem inneren Dialog entspann sich nach kurzer Zeit der Satz: “Das kann ich nicht, das fühlt sich blöd an“. Sofort ging ich Vermeidungschleifen, gestaltete mir innere Ablehnung. Kennen Sie das? Ich nahm das wahr … was für das praktische Handling immer gut kommt. Meine Partnerin forderte mich dann auf, zu dem zurückzukehren, was schon mal gut ging, um sich dann Schritt für Schritt der „Schwierigkeit“ anzunähern. Was auch halbwegs gelang – ich ging aus dem Abend, mit der Neugier, ganz genau zu lernen, was es braucht um die Sacarda hinzubekommen. Das, genau das, war eine kleine Änderung der Ausrichtung von geht gar nicht hinzu okay, was braucht es oder anders gesagt von Ablehung zur Zuwendung. Für meine Praxis ein kleiner Schritt mit großer Auswirkung. 

Möge es Ihnen im Alltag noch besser gelingen, Ihre Aufmerksamkeit auf das zu richten, was Sie sich wünschen …

Herzlichst

Jürgen Weist

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