HALLOWEEN

31.Oktober, die Nächte und Schatten werden länger, die Zeit der Dunkelheit liegt vor uns und ein Brauch aus den Staaten fegt mehr und mehr durch unsere Konsumlandschaft.

Halloween, Masken, Verkleidung, Erschrecken, Horror, aber auch Süssigkeiten, die an Kinder verteilt werden … warum ?

Goethe hat mal sinngemäß gesagt, dass man ab und an etwas Verrücktes tun müsse, um die Normalität dann wieder eine Zeitlang ertragen zu können.
Wir kennen solche Rituale auch aus unserer Kultur. Zum Beispiel die Zeit des Karnevals nach der Fastenzeit, in der Menschen für kurze Zeit alles das leben dürfen, was sonst im Reglement des Alltag nicht erlaubt ist. Kompensation ist das Stichwort.

Ist das nicht verrückt, wenn Geist und Seele Ausgleich von unserer Normalität brauchen ?

Hätte Halloween noch seinen Reiz, wenn wir zu unseren Ängsten (und Erschrecken) stehen könnten, Sie jederzeit (whole over the year) als willkommene Gäste grüßen können und Ihnen einen Platz in unserem Leben böten – weil sie zum Mensch sein gehören, immer.

Auch wenn es jetzt ziemlich sarkastisch klingt : wenn ich mir das Kostüm aussuchen dürfte, von dem ich glaube, dass es die Menschen am meisten erschreckt – ja, wissen Sie, als was ich mich verkleiden würde –

als das wahre, ja das totale Leben

In diesem Sinne viel Spaß beim Erschrecken …;-)))

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  1. November 1st, 2003 | 20:11

    Erschreckend

    Es klopfte an der Tür. Heute war die Nacht der Nächte. Da wurde geklopft, nicht geklingelt. Es stand draußen in der Kälte: „Leben oder Süßigkeiten?“
    „Ein Kaffee für den Anfang?“ Ich hatte damit schon so manche Situation über die Zeit gerettet.
    „Eine. Eine Tasse Aufschub!“ Ich ließ es herein. Es hängte seine Maske an meine Garberobe.
    Dann schüttete ich ihm und mir eine Tasse frisch aufgebrühten Kaffee ein. Wir setzten uns.
    „Und, wie gefällt dir meine Maske heute? Du schlägst mir nicht mehr die Tür vor der Nase zu wie die Jahre vorher. Erschrecke ich dich nicht mehr oder bin ich jetzt an der Reihe?“
    Ich wusste keine Antwort. Ein sprachloses Achselzucken.
    „Na, das ist doch ein Anfang…“ Das Leben stand auf und verließ meine Wohnung ohne die Maske. Die Tür ließ ich einen Spalt offen…

    Sabine ;-)

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